Auslandsbezogener Extremismus
Organisationen mit Ursprung im Ausland und mit säkularen Ideologieelementen aus dem Links- und Rechtsextremismus setzen zur Veränderung politischer Verhältnisse in den Ursprungsländern Gewalt und oftmals auch Terror ein. Ihre Aktivitäten sind zunehmend durch transnationale Handlungszusammenhänge geprägt, die der Durchsetzung ihrer Interessen dienen.
Nicht religiös begründete extremistische Organisationen mit Gefahrenpotenzial für Deutschland werden dem auslandsbezogenen Extremismus zugerechnet. Global existieren vielfältige säkulare Bewegungen bzw. Organisationen mit separatistischen Zielen, insbesondere säkulare extremistische Organisationen auch mit spezifischem Israel-Palästina-Bezug. Der Ursprung der PKK (“Arbeiterpartei Kurdistans”), des türkischen Linksextremismus und des türkischen Ultranationalismus liegt in der Türkei.
In Deutschland stehen vornehmlich extremistische Aktivitäten der Propaganda, (illegale) Geld- und Materialbeschaffung sowie Rekrutierung im Vordergrund. Sicherheitsrelevante Straftatbestände in Deutschland werden auch zwischen verfeindeten extremistischen Lagern aus denselben Ursprungsregionen begangen, meist bei gewaltsamen Aufeinandertreffen und öffentlichen Versammlungen oder bei Angriffen auf Einrichtungen des opponierten Staates. Laut dem Landesverfassungsschutz Schleswig-Holsteins lag das geschätzte Personenpotenzial 2024 bei 1115 Gefährdern.
Gesellschaftspolitische Dynamiken und sich ändernde strategische Weisungen aus den Ursprungsländern können jederzeit zu einer veränderten Radikalisierungslage in Deutschland führen.
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